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© Kirchengemeindeverband Göschwitz - Rothenstein 2015
Kirchengemeindeverband Göschwitz - Rothenstein Kirche Jägersdorf
1228 Erste Erwähnung einer Kirche von Jägersdorf, welche als Kapelle zum benachbarten Gut gehörte (1975 abgerissen), in einer dem Bistum Naumburg-Zeitz durch Papst Gregor IX. ausgestellten Urkunde als Filialkirche von Lobeda. Aus dieser Kirche stammt der alte Taufstein, der nach seiner Inschrift 1589 von einem Hieronymus Seyfart aus Kleinpürschütz gestiftet wurde. Dieses Taufbecken hat nach dem späteren Neubau laut Chronik  zwischenzeitlich als Blumenschale im Kirchhof gedient. Die Holzfiguren der Mutter Maria und der beiden Heiligen Barbara und Katharina, die ursprünglich zu einem kleinen Schnitzaltarwerk gehörten, sind vorreformatorisch, ebenso wie das Kruzifix mit quadratisch auslaufenden Enden. 1713 Laut Inschrift an der Süd-Ost-Ecke wurde am 6. September die in nur 12wöchiger Bauzeit an der Stelle des baufällig gewordenen Vorgängerbaus errichteten Kirche eingeweiht. Das Wappen über dem Portal weist auf Herzog Friedrich II. von Gotha- Altenburg hin, des damaligen Patronatsherren, der die Hälfte der Baukosten trug und bei der Einweihung anwesend war. 1797     Orgelbau durch Firma Gerhardt auf der Westseite der zweiten Empore. 1787/1838 Guss der beiden Glocken, wobei die ältere laut Inschrift aus zwei kleineren umgegossen wurde. Diese stammt aus der Rudolstädter Gießerei des Johannes Mayer, der Schiller zu seinem berühmten Gedicht inspiriert haben soll. 1990/91     Erneuerung von Dachreiter und Dach. 2002 Am 17. September brannte die Kirche völlig aus, nachdem einen Tag zuvor die beiden Bronzeglocken zu Restaurierungszwecken ausgelagert worden waren. Brandursache war ein Unfall. 2003 Beginn des Wiederaufbaus nach einem Entwurf der Geraer Architektin Maria Hoffmann, die der Vorstellung der Kirchgemeinde folgte, die Kirche in ihrer Außenansicht zu erhalten und im Innenraum so neu zu gestalten, dass darin das Leben der heute hier feiernden Gemeinde erkennbar wird. Dabei sollte der in den alten und aufwendig sanierten Grundmauern entstandene Raum in seiner ganzen Größe und Helligkeit erhalten bleiben und für einen möglichst flexiblen Gebrauch nutzbar werden. Die für die Liturgie wichtigen Elemente und die den sakralen Charakter verdeutlichenden Symbole sollten harmonisch integriert und in ihrer Aussage eine klare Sprache sprechen. So entstand ein mit einer Fischsymbolik das gesamte Schiff  überspannendes Gewölbe, dessen Schnittpunkte den beiden Brennpunkten des elliptisch um Taufstein und Altar angeordneten Raumes entsprechen. Die Öffnung nach Osten weist auf das Kreuz und weitet den Blick österlich hoffnungsvoll durch die Fenster in Richtung der aufgehenden Morgensonne. Der Raum enthält damit in gleicher Weise eine biographische und auch theologische Wegsymbolik: wie in unserem ganz persönlichen Leben und Glauben über Taufe und Gemeinschaft untereinander und zu Christus, so bleiben wir auch in der Kirche als ganzer als „wandelndes Gottesvolk“ unterwegs. Die große Anteilnahme an dem Schicksal der Jägersdorfer Kirche zeigte sich in vielerlei Weise. So wurde die Wetterfahne wie schon 1990 wieder von den Nachfahren des letzten Jägersdorfer Pfarrers Fontius gestiftet. Dem Geläut wurde eine aus Spenden finanzierte dritte Glocke hinzugefügt und die Kommune Schöps- Jägersdorf beteiligte sich mit einer neuen Uhr samt Schlagwerk. Aus wirtschaftlichen Gründen und durch die Notwendigkeit einer Westempore als Standort für eine neue Orgel wurde wieder ein abtrennbarer Gemeinderaum in die Kirche integriert, wie er auch schon vor dem Brand an dieser Stelle existierte. Jetzt ist er allerdings größer und lässt außerdem durch die Glaswand den Blick in den Kirchenraum offen. Als funktionale Verbesserungen wurde der Anbau mit Toiletten und Teeküche hinzugefügt. 2005     Pfingstsonntag, 15.Mai, Wiedereinweihung nach Abschluss der Bauarbeiten. 2010     Orgelneubau durch die Firma Kutter. 2011-13     Restaurierung der beiden Kruzifixe (13. und 14. Jhd.) und der drei Heiligenfiguren     (Ende 15.Jhd.) und Neuanfertigung eines Schreins für letztere.
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